Der Bund unterstützt die Kommunen bei der Sanierung und Erweiterung von Sportstätten

Veröffentlicht am 14.10.2020 in Bundespolitik

SPD lud am Samstag zum sportpolitischen Frühstück mit der Vorsitzenden des Bundestagssportausschusses Dagmar Freitag, MdB nach Großbeeren ein.

Der mit dem Bauboom einhergehende Zuzug in die Städte und Gemeinden im Norden des Landkreises Teltow-Fläming bringt neben einem Investitionsbedarf in Kita und Schule auch die Notwendigkeit der Erweiterung der kommunalen Sportstätten mit sich. Die adäquaten Trainings- und Wettkampfbedingungen für die gut 20.000 aktiven Sportlerinnen und Sportler in TF, die in ca. 200 Sportsvereinen organisiert sind, vorzuhalten, ist eine freiwillige Aufgabe von Städten und Gemeinden - mit Unterstützung des Landes Brandenburg.

„Die Vielzahl der Aufgaben, die die Wachstumsgemeinden im Berliner Speckgürtel bewältigen müssen, bringt sie - trotz einer guten Einnahmesituation aus Gewerbesteuer und Lohnsteueranteilen – an den Rand der Leistungsfähigkeit. Da Baumaßnahmen für den Sport zu den freiwilligen Aufgaben der Kommunen gehört, ist die Finanzierung von Investitionsmaßnahmen nicht maßgeblich von Bedarf oder der Notwendigkeit abhängig, sondern von den finanziellen Möglichkeiten. Diese ließen sich durch eine konsequente Nutzung von Fördermitteln des Landes und des Bundes erweitern.“ so die Vorsitzende der SPD TF Bettina Lugk.

Die Ludwigsfelder Kommunalpolitikerin hat Vorsitzende des Bundestagsportausschusses Dagmar Freitag (MdB) zu einem sportpolitischen Frühstück  nach Großbeeren eingeladen, um der Frage nachzugehen, wie die Gemeinden die vom Bund angebotene Unterstützung bei der energetisch nachhaltigen und barrierefreien Sanierung der bestehenden Sportstätten oder bei einem angedachten Neubau für sich nutzen können.

„Ich habe diese Einladung zum Gedanken- und Informationsaustausch mit VertreterInnen aus den Sportvereinen und KommunalpolitikerInnen sehr gern angenommen. Die Kommunen haben bundesweit die Möglichkeit, aus insgesamt vier Förderprogrammen Co-Finanzierungen für die Sanierung und Erweiterung bzw. den Neubau oder Ersatzneubau zu beantragen. Die Förderquoten liegen zwischen 33 und 45 Prozent, bei Kommunen in der Haushaltssicherung kann die Bundesförderung bis zu 90 Prozent der Projektkosten betragen. Die Bundesländer können zudem mit der Vergabe der vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel ebenfalls eine zusätzliche Co-Finanzierung. Aus diesen Förderprogrammen können  bis 2024 bzw. 2025 Gelder abrufen, so dass auch noch genug Zeit ist, Projekte zu konzipieren und einzureichen.“ so Dagmar Freitag.

 

In der gemeinsamen Diskussion wurden zudem die geplante Erhöhung der Übungsleiterpauschale auf 3.000 Euro pro Jahr und die Möglichkeit einer Kampagne zur Gewinnung von zusätzlichen Übungsleitern erörtert.

Die Nutzungszeiten von Sportstätten werden seit einigen Jahren immer häufiger von Anwohnern beklagt, da sich die durch den Sport verursachten Lärmimmissionen in einem Spannungsfeld mit dem Ruhe- und Erholungsbedürfnis von Anwohnern befinden, wenn die Sportstätten wohnortnah errichtet wurden. Die Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming Dietlind Biesterfeld bringt daher den Gedanken ins Spiel, dass der Bundesgesetzgeber eine Erweiterung der bestehenden Regelungen zum Bauen im Außenbereich dahingehend vornimmt, dass Sportstätten zukünftig “als privilegierte Baumaßnahme” auch in städtischen Randlagen errichtet werden können. Dagmar Freitag versprach, die Idee aufzunehmen und auf Durchsetzungsmöglichkeiten überprüfen zu lassen.

 
 

Kommentare

Die Emailadresse wird nicht veröffentlicht.

Die Trackback-URL ist die Adresse dieser Seite.

Kommentar eingeben


Speichern

Keine Kommentare vorhanden

Kalender

09.12.2020, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
parteiöffentlich
Sitzung des Unterbezirksvorstandes der SPD Teltow-Fläming

15.12.2020, 18:00 Uhr - 21:00 Uhr
öffentlich
Sitzung der Stadtverordnetenversammlung Ludwigsfelde
Klubhaus

Alle Termine